Material und Methoden

Die hier gezeigten Arten basieren auf eigenen Funden.

Im Feld:
Es werden Fundort und Fruchtkörper fotografiert, Geo-Koordinaten, Standortbedingungen und organoleptische Merkmale notiert und ein oder mehrere Exemplare des Pilzes sorgfältig entnommen und transportiert.

Im Labor wird im Allgemeinen gleichzeitig begonnen mit:
a) dem Trocknen von Fruchtkörpern bei max. 45 Grad Cel.
b) dem Aussporen der Fruchtkörper über ca. 12 Stunden
c) dem Untersuchen und Dokumentieren des restlichen Frischmaterials.

Makrochemische Farbreaktionen:
Bei jedem Fund Eisensulfat, Guajaktrinktur.
Von Fall zu Fall zusätzlich Sulfovanillin, Phenol, Kalilauge 20-40%, Salmiakgeist, Formol, Anilin.

Anfärben der Mikropräparate:
a) Sporen: Melzers Reagenz
b) Dermatozystiden: Sulfovanillin, ggf. Sulfobenzaldehyd
c) Huthauthyphen, Haare: Kongorot
d) Primordialhyphen: Karbolfuchsin, HCL 3%
e) Laticiferen: Sulfovanillin

Beurteilung des über Nacht ausgefallenen Sporenstaubes
erfolgt durch Vergleich mit der Farbtabelle in Marxmüller H (2014).

Zur Bestimmung verwendete Literatur:
a) Sarnari M (1998, 2005): Monografia Illustrata del Genere Russula in Europa, Vol. 1 &2
b) Romagnesi H (1985): Les Russules d’Europe et d’Afrique du Nord
c) Einhellinger A (1985): Die Gattung Russula in Bayern
d) Monedero Garcia LC (2012): El Género Russula en la Península Ibérica

Weitere verwendete Literatur:
e) Marxmüller H (2014): Russularum Icones, Bd. I & II
f) Kränzlin F (2005): Pilze der Schweiz, Band 6
g) Krieglsteiner G (2000): Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 2
h) Schwöbel H (1972-1975): Die Täublinge – Beiträge zu ihrer Kenntnis und Verbreitung
i) Galli R (1996): Le Russule
j) Kornerup A & Wanscher JH (1981): Methuen – Taschenlexikon der Farben

Fotografische Aufnahmen:

Sven Kögel:
a) Makrofotos mit Canon EOS-60D und Canon EF-S 60mm f/2.8 Macro Objektiv und Makrolinse Raynox DCR 250 oder Makrolinse Raynox DCR 150

b) Mikrofotos mit MikroLive USB3 5MP Kamera aufgesetzt auf Breukhoven BMS Mikroskop Modell HPM D1p (das Mikroskop habe ich nach meinen Bedürfnissen komplett umgebaut) und einem selbstgebauten C-Mount Adapter ca.0,75x

Bernd Miggel :
a) Makrofotos mit Panasonic Lumix DMC-FZ200, ggf. mit Makrolinse Raynox DCR-250 bzw. Raynox MSN-202.
b) Mikrofotos mit Canon EOS-600D, aufgesetzt auf Olympus BHS mit Projektiv (Photo Eyepiece) NFK 2.5x.

Meldung und Hinterlegung der Funde:
Die Funde werden jährlich der Deutschen Gesellschaft für Mykologie DGFM gemeldet.

Die Exsikkate werden in der Belegsammlung des Staatlichen Museums für Naturkunde Karlsruhe SMNK hinterlegt, außerdem je eine Dublette in der Privatsammlung Kögel/Miggel.